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Centro: Die aus
dem 16. und 17 Jh. stammende Altstadt- das "Madrid der Habsburger" rings um die
schöne Plaza Mayor begeistert mit Bauten aus Renaissance und Barock sowie stimmungsvollen
Gassen und Plätzen; das im 18. und 19. Jh. errichtete "Madrid der
Bourbonen" mit klassizistischen Palästen, breiten Boulevards, ausgedehnten
Parkanlagen sowie den Kunsttempeln Museo del Prado, Museo Thyssen -
Bornemisza und Centro de Arte Reina Sofia (jeweils Mo geschlossen). Um die mehr als 10 000
Gemälde allein im Prado zu bewundern, bräuchten Sie mehrere Wochen. |
| Doch für weltberühmte Meisterwerke wie "Las
Meninas" von Velazquez oder Picassos" Guernica" sollten selbst eilige
Madrid - Besucher genügend Zeit mitbringen. Eine weitere Attraktion für Kunstfreunde
sind die quicklebendige Galerienszene sowie die jährlich stattfindende Art - Messe
"ARCO" (Mitte Februar). |
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Den Anspruch
Madrids, zu den tonangebenden Metropolen Europas zu gehören, verkörpern die Bauten
moderner Stararchitekten am sechs Kilometer langen Paseo de la Castellana:
Zu den spektakulärsten Bauwerken zählen der "Torre Picasso" und die sich
einander zuneigenden Zwillingstürme "KIA" von Philip Johnson. Legendär ist
Madrids Nachtleben: Die wilden Zeiten der "Movida"- der
befreienden Kulturrevolte nach dem Ende der Franco - Diktatur - mögen zwar vorbei sein;
die Rebellen von damals - wie der Oskar - Preisträger Pedro Almodovar - sind inzwischen
ruhiger geworden. |
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Doch in den Nightlife - Bezirken
Huertas, Malasana und Chueca geht es weiterhin hoch her: Jazzfreunde treffen sich bei Live
- Musik im "Clamores" (Calle Alburquerque 14), Salsa - Tänzer im "El
Larios Cafe" (Calle Silva 4) hippe Partygänger im "Joy Eslava" (Calle
Arenal 11). Wer morgens um sechs noch nicht genug hat, pilgert "After - Hour" in
das "Space of Sound" (Plaza Chamartin). Nach wie vor gehört "La
Noche" zum Lebensgefühl in Madrid - und das nicht nur am Wochenende, sondern sieben
Tage in der Woche. |
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Spaniens
Hauptstadt ist nicht zuletzt ein heißes Pflaster für Shoppingfans: Im gutbürgerlichen
Salamanca - Viertel finden Sie die Boutiquen spanischer Designer von "Adolfo
Dominguez" bis "Purificacion Garcia" neben den Läden internationaler
Marken von "Armani" bis "Versace". Weitere Jagdgründe für Chic &
Fashion sind die Calle Preciados und die Calle Carmen (Metrostation "Sol"), wo
das Angebot auch auf schmalere Geldbeutel zugeschnitten ist. Traditionsgeschäfte mit
kachelgeschmückten Fassaden und urige Kramläden konzentrieren sich in der Altstadt nahe
der Plaza Mayor. Weiter südlich - rings um die Plaza de Cascorro - findet jeden
Sonntagvormittag Spaniens größter Flohmarkt - El Rastro - statt. Madrid
liegt zwar im geoographischen Zentrum des Landes und damit mehrere Hundert Kilometer von
Atlantik und Mittelmeer enfernt. |
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Trotzdem müssen Feinschmecker -
typisch Spanien - nicht auf frischen Fisch und Meeresfrüchte in allen erdenklichen
Varianten verzichten. Über Nacht wird die fangfrische Ware von der Küste in die
Hauptstadt gebracht. Einen hervorragenden Ruf unter Gourmets genießen die Lokale mit
baskischer Küche. Herzhaft sind die kastilischen Bratengerichte /asados) sowie der
stadttypische Eintopf cocido. Fest verwurzelt im Alltagsleben ist auch die aus Andalusien
stammende Tapas - Kultur. Ein Häppchen hier, ein Glas Rioja dort - der
gesellige Bummel von Lokal zu gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Madrilenos. |
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Spätestens zur
Fiesta de San Isidro zu Ehren des Stadtpatrons (8. - 15. Mai; Höhepunkt der
Stierkampfsaison und viele Straßenfeste) verlagert sich das Leben ins Freie: Es beginnt
die Zeit der "terrazas", die den Madrileno so teuer sind wie den Münchnern ihr
Biergarten. Im Juli und August, wenn die kastilische Sonne den Asphalt zum Kochen bringt,
herrscht Hochsaison in den chiringuitos: Freiluftlokale im Stil von Strandbars, wie man
sie zum Beispiel auf dem Grünstreifen des Paseo de la Castellana findet. |
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Madrid me mata -
"Madrid bringt mich um" lautete der Schlachtruf der Movida - Bewegung. Er bringt
auch das Temperament und - zuweilen nervenaufreibende - Tempo der Metropole zum Ausdruck.
Einer EU - Studie zufolge ist Madrid die lauteste Stadt Europas. Ob in den
Häuserschluchten der sechsspurigen Gran Via oder an der Puerta del Sol, wo eine Plakette
den Kilometer Null aller Nationalstraßen des Landes markiert - vielerorts macht Madrid
seinem Ruf als vermeintliche "Lärmhauptstadt Europas" alle Ehre. |
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Dennoch mangelt
es nicht an lauschigen Winkeln und Oasen der Ruhe: Zum gemütlichen Bummeln laden die
Altstadtgassen südlich der Plaza Mayor ein, wo in urigen Stehkneipen
"vermut de Grifo" ausgeschenkt wird (Wermut mit Kohlensäure vom Fass). Im
romantischen Retiro - Park nahe des Prado tanken Madrilenos und Touristen
im Frühjahr Sonne; schattige Alleen und ein Bootsteich laden zum Relaxen ein. Und im
über 1700 ha großen Stadtpark Casa de Campo mit Schwimmbad, Zoo und Seilbahn hört man
den Großstadt - Sound nur noch als leises Summen zwischen Vogelgezwitscher. |
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